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🟢"Ich bin da!"
Einsamkeit ist wie ein leerer Raum, den Jesus mit seiner Gegenwart füllen kann
Andacht
Und seid gewiss: Ich bin jeden Tag bei euch, bis zum Ende der Welt.
Traurig lächelnd denkt sie an die Zeit zurück, als sie mit ihrem Mann durch diese Küche getanzt war. Hier hatten sie gelacht, geliebt und gebetet.
Jetzt ist es schon lange still. Sie ist allein. Erschöpft schließt sie die Augen.
Plötzlich hört sie seine Stimme: "Ich bin da!"
Sie öffnet ihre Augen. Und tatsächlich, da sitzt er. Auf dem Sofa und lächelt sie an.
"Jesus", flüstert sie.
"Komm", lächelt er. Und streckt ihr seine Hand entgegen.
Als sie sich zu ihm setzt, nimmt er sie zärtlich in den Arm.
Solche Begegnungen mit Jesus sind keine Einzelfälle. Seine Gegenwart wird oft ganz unmittelbar spürbar:
Wenn plötzlich mitten in der Nacht eine tiefe Ruhe das aufgewühlte Herz erfüllt.
Wenn in scheinbar ausweglosen Situationen unerwartet ein Weg sichtbar wird.
Wenn Menschen in ihrer tiefsten Not seine Hand spüren, die sie hält.
Ich erinnere mich an die letzten Wochen meines Vaters. Er hatte sein Leben lang nicht über Jesus gesprochen. Doch in diesen Tagen sah er ihn - "da vorne am Tisch sitzt Jesus und da ist ganz viel Platz", sagte er eines Abends.
Für mich war das ein unendlich großer Trost: Jesus war bei ihm, als er ihn am meisten brauchte.
Und er ist auch heute da, wo Menschen einsam sind:
Die junge Mutter, die den ganzen Tag mit dem Baby spricht und sich nach Gesprächen mit anderen Erwachsenen sehnt.
Der Witwer, der jeden Morgen zwei Tassen Kaffee kocht, aus alter Gewohnheit.
Die Studentin, die in der neuen Stadt unter tausend Menschen verloren geht.
In ihre Einsamkeit hinein spricht Jesus sein "Ich bin da". Nicht als fromme Vertröstung, sondern als lebendige Realität: Er sitzt mit der erschöpften Mutter am Küchentisch. Er teilt den Morgenkaffee mit dem Witwer. Er geht mit der Studentin durch die unbekannten Straßen.
Vielleicht fragst du dich jetzt: "Ist das nicht nur ein frommer Wunsch? Eine gut gemeinte Vertröstung?"
Ich verstehe diese Zweifel. Als mein Vater Jesus in seinen letzten Tagen sah, hätte ich das auch als Halluzination abtun können. Als die Witwe in ihrer Küche seine Gegenwart spürte, könnte man von Einbildung sprechen. Und doch...
Diese Erfahrungen sind zu real, zu lebendig, zu verwandelnd, um sie als bloße Einbildung abzutun. Sie zeigen uns eine tiefere Wirklichkeit: "Ich bin jeden Tag bei euch, bis zum Ende der Welt."
Nicht irgendwo da draußen, nicht nur sonntags in der Kirche - sondern hier und jetzt: An deinem Küchentisch, in deiner Einsamkeit, in deinen Zweifeln. Und besonders in deiner Sehnsucht nach ihm.
Er ist da. Seine persönliche Zusage gilt auch dir - heute und an jedem Tag.
Wo sehnst du dich nach Jesu Gegenwart? Wo möchtest du ihm heute neu begegnen - in der Stille, im Gebet oder vielleicht in deiner Einsamkeit?
Halt einen Moment inne. Er wartet auf dich.
Ihr Lieben, in der nächsten Woche fällt das JesusJournal aus, denn Janneke und ich gönnen uns eine Woche ganz weit oben an der Nordsee mitten auf dem platten Land.
Einfach nur mal einen Tapetenwechsel …
Hab’ eine gesegnete Zeit
Jörg “ich bin dann mal weg“ Peters