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🟢 Die Sonne, der Mond und Du
Spiegel oder Fenster: Worauf es beim Leuchten wirklich ankommt
Andacht
So soll auch euer Licht vor den Menschen leuchten: Sie sollen eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.
Kennst du das vielleicht auch?
Du möchtest so gerne ein helles Licht für Jesus sein. Also strengst du dich an: mehr beten, mehr Bibel lesen, geduldiger werden... Die Liste scheint endlos.
Wie ein kleines Glühwürmchen mühst du dich ab, mehr zu leuchten, mehr auszustrahlen.
Dabei hat Jesus etwas viel Bedeutenderes im Sinn.
Schau dir den Mond an. Er selbst hat keine Leuchtkraft. Was wir nachts am Himmel sehen, ist reines Sonnenlicht, das er nur reflektiert. Es ist nicht der Mond, der leuchtet, es ist die Sonne.
Genauso ist es mit uns: Wir müssen uns nicht anstrengen, aus eigener Kraft zu leuchten. Das funktioniert sowieso nicht und macht uns nur müde. Nicht wir strahlen, sondern Gott ist es, der strahlt.
Jemand hat einmal gesagt: Wir sind wie Fenster. Fenster leuchten auch nicht, aber Licht kann durch sie scheinen.
Doch wie kann uns diese Beobachtung helfen, strahlender zu sein?
Nun, zwei Gedanken kommen mir in den Sinn:
Erstens: Je weniger zwischen dir und Gott steht, desto mehr Licht kann von Ihm durch dich zu anderen fließen. Man könnte auch sagen: Je mehr Licht auf dich fällt, desto mehr kannst du wiedergeben.
Und übrigens: Wie hell du überhaupt strahlen kannst, liegt nicht in deiner Hand. Es hängt von deiner Persönlichkeit ab, von deinen Gaben, von dem einzigartigen Weg, den Gott mit dir geht. Mache dir darüber keine Sorgen.
Ob du ein kleines oder großes Licht bist, das bestimmt allein Er. Und wie es ist, ist es gut.
Zweitens, und das ist fast noch wichtiger: Nähe. Du kannst der hellste Stern am Himmel sein - wenn du weit weg von den Menschen bleibst, wirst du niemanden erreichen. Die Venus reflektiert fünfmal soviel Licht wie der Mond, doch welcher dieser zwei der hellsten Himmelskörper ist für dich sichtbarer und leuchtet dir in der Nacht?
Darüber kannst du nachdenken :)
Also: Bleib nah bei Jesus und lass nichts zwischen euch kommen. Und sei nah bei den Menschen. Je näher du ihnen bist, desto mehr kannst du für denjenigen leuchten, der dich gerade braucht: deinem Nächsten.
Genau da, wo du bist.
Und ganz natürlich, ohne Anstrengung.
Hab’ einen gesegneten Tag
Jörg “lieber Mond als Venus“ Peters